Antoinette Beckert
Stationen aus dem Lebenslauf:
- Seit 2003 als Coach und Trainerin tätig; seit 2008 Partnerin von synexaconsult
- 2007/ 2008 Dozentin für Projektmanagement im Fachbereich Medieninformatik an der TFH Berlin
- 1998- 2003 concept software GmbH, Aufbau der Business-Unit „Raumbezogene Business- Anwendungen“ und Verantwortung internationaler Projekte
- 1994-1998 Falk Verlag/ Bertelsmann, Aufbau des Marktsegments „Neue Medien“ und Projektleitung
- 1991-1994 Reise- und Verkehrsverlag, Technisches Produktionsmanagement
- 1983-1987 BFLR, Berufsausbildung, Berufstätigkeit als Kartographin
Blick in die Praxis
Meiner Beobachtung nach trifft der Spruch „Wir haben uns zwar verirrt, kommen aber gut voran“ den Kern vieler Projekte: Schon einmal die Ärmel hochkrempeln und losprogrammieren, ohne die Nutzeranforderungen genau zu kennen, oder eine Mannschaft von Leuten ordern und noch nicht einmal genau wissen, wann ich wen wofür brauche. Die beste Voraussetzung, das Engagement der Beteiligten zu „verheizen“ und gemeinsam im Graben zu landen. Meiner Erfahrung nach zahlt es sich in jedem Projekt aus, vor dem eigentlichen operativen Start gründlich und offen über Ziele, Chancen, Risiken, Projekt- und Umfeldbedingungen nachzudenken. Und das hat „gefühlt“ oft erst einmal etwas mit Innehalten zu tun. Das Team beschleunigt anschließend mit Sicherheit fast von allein. Es kann sich dann allerdings an deutlich sichtbaren Leitplanken orientieren.
Im Projektalltag wirken sich häufig die unterschiedlichen, manchmal gar gegensätzlichen Positionen und Einstellungen einzelner Beteiligter hemmend aus, ohne dass den Beteiligten das immer bewusst ist. Das verhindert die Entwicklung gemeinsamer Ziele und Visionen. Werde ich als Beraterin mit einbezogen, setzte ich mich dafür ein, dass der Bogen von einem attraktiven Fernziel zu wirklich gangbaren Etappenzielen gespannt wird. Management, Führungsebenen und weitere Mitarbeiter/innen einzubeziehen und zusammenzuschweißen, erlebe ich dabei immer wieder als besondere Herausforderung. Hier ist Kommunikation der entscheidende Erfolgsfaktor, das persönliche Gespräch wie auch der von Medien unterstützte Austausch... Denn nur wer sich mitgenommen fühlt, wird auch mitziehen und seinen Beitrag leisten, dass der lockere Entwurf zu einem soliden Produkt wird.